Els so heißt auf mongolisch eine Düne. Und wir haben mit einer großen Düne in der Wüste Gobi gerechnet. Umso überraschter waren wir, zu lesen, daß die Khongoryn Else, die Dünen in der Gobi, zwar die höchsten Dünenberge hat, aber nicht die größte in Punkto Länge und Breite ist. Das ist nämlich die nördlichste Düne der Welt und die heißt Boroog Els. Mit 180 km Länge übertrifft diese Düne die Länge der Khongoryn Els in der Gobi. Eingebettet in die Dünen liegt ein kleiner See, Bayan Nuur, an dem es sich wunderschön übernachten läßt.

Weiter geht die Fahrt zur nächsten Dünenlandschaft in der Mitte der Mongolei, Bor Khyar Els, die wie die Mongol Els, sogar eine Länge von über 200 km aufweist. Hier gibt es einige Besonderheiten zu bestauen, so gibt es mit zwei Oasen, in denen ein Wasser scheinbar aus den Dünen entspringt. Die Fahrt zur ersten Quelle über die Dünenfelder ist ein Abenteuer, daß uns und Herrn Möglich nach langer Abstinenz von Sand so richtig Freude bereitet. Die Belohnung ist ein Übernachtungsplatz direkt am Fluß im Sand in der Nähe der zweiten Quelle, der Oase Murkhard. Hier wird für die Sonntagsgäste auch eben mal ein Schaf geschlachtet und uns wird vom wertvollen Blut angeboten. Das haben wir dann doch lieber abgelehnt.

 

Über Stock und Stein fahren wir am nächsten Morgen zu einem Paß. Manchmal hätte ich zu Fuß den Herrn Möglich leicht überholen können, so aussetzt war das Gelände. Auf der Paßhöhe Senjit had dann ein etwas überdimensioniertet Felsbogen, in den leicht 2,5 Mogs passen würden.

Zu guter letzt gibt es auch bei dieser Düne eine See, Khar Nuur, an dem wir uns von den Strapazen der letzten Fahrtage erholen können.Damit uns nicht allzu langweilig ist kommen unsere Freunde aus München mit ihren drei Kindern vorbei. Hier an diesem See trennen sich nun endgültig unsere Wege. Nachdem wir uns seit Dezember 2016 immer wieder begegnet sind, viele Tage gemeinsam verbracht haben, ist die Reise für die Fünf hier in der Mongolei zu Ende. Die Schule ruft. Schön war’s und Spaß hat es gemacht mit Euch.

 

Und dann besuchen wir im Rahmen unserer Gobi Tour die Khongoryn Els. Diese Düne ist touristisch sehr gut erschlossen, die Teerstraße führt von Ulan Bator bis wenige Kilometer vor die ersten Ger Camps (Ger ist mongolisch für Jurte). Fährt jedoch über den Dünengürtel auf die Südseite, hat man die Dünen ganz für sich alleine (nun ja, wir nicht, waren wir doch mit zwei anderen LKW’s unterwegs, aber dazu mehr in den nächsten Einträgen). Überrascht hat uns hier der Regen, wer rechnet schon mit Floßdurchfahrten in der Wüste (Video folgt).

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