Mit Margriet & Bé und Swantje & Lew wollen wir in den nächsten Tagen die Gobi Highlights – Yolin Am, Bayanzag und Khongoryn Els  – erkunden. In Dalanzadgad füllen wir am Wasserhäuschen die Tanks voll, kaufen für die nächsten ein bis zwei Wochen Vorräte ein und decken uns mit Diesel ein.

Yolin Am

Unser Weg führt auf gut ausgebauter Teerstraße zur Geierschlucht oder Yolin Am. In der Schlucht soll es das ewige Eis geben. Nur zu Fuß ist es zu erreichen, unsere Fahrzeuge parken vor dem Eingang derselben. Aber jetzt im Spätsommer ist vom Eis nichts mehr übrig. Die Wanderung ist trotzdem auf jeden Fall lohnenswert. Zum Übernachten wollen wir in die Nachbarschlucht Dugany Am, wohlwissend, daß wir diese mit den großen Trucks auf Grund einer Engstelle nicht durchqueren können. Aber der Text im Reiseführer spricht von einer abenteuerlichen Route und das macht uns neugierig. Leider macht uns der Regen einen Strich durch die Rechnung, der Boden ist aufgeweicht und glitschig, so daß wir über den ersten Anstieg nicht hinwegkommen und unser Camp direkt unterhalb aufschlagen. Später kommt ein Kleinbus mit Touristen, die alle aussteigen müssen und selbst dann schafft der Bus erst im dritten Anlauf die Steigung. Nur gut, daß wir es nicht weiter probiert haben.

Baynazag, die Flaming Cliffs

Durch wunderschöne Landschaften geht es am nächsten Tag zu den flammenden Klippen. Die Gesteinsformationen erstrahlen, wie der Name erahnen lässt, abends in flammenden Rot. Die Klippen sind außerdem berühmt für Dinosaurier Funde, die unter anderem als Vorlage für den Film Jurassic Park dienten. Wir haben leider keine mehr gefunden ;-). Nachdem die Touristenbusse am frühen Abend in die umliegenden Jurten verschwunden sind, haben wir dieses schöne Fleckchen Erde ganz für uns alleine.

Khongoryn Els Dünen

Durch endlose Steppen nähern wir uns den berühmten Dünen Khongoryn Els. Aber zuvor wartet noch etwas Arbeit auf uns. Bei einem  Souvenir Stand, der uns in dieser eher menschenleeren Landschaft überrascht, werden wir angesprochen. Mit Händen und Füßen wird uns bedeutet mitzukommen. Es geht darum einen Überseecontainer abzuladen. Mit dem Pickup haben die Mongolen es nicht geschafft. Also versucht sich zunächst Herr Möglich. Der Container bewegt sich keinen Millimeter. Dann kommt Bé LKW zur Hilfe. Immer noch bewegt sich der Container nicht, nur unser Abschleppgurt reißt ein weiteres Mal. Jetzt erahnen die Mongolen, daß irgendwas nicht stimmt. Sie schauen sich die Sache näher an, und tatsächlich irgendwie ist der Container verkanntet. Danach ist ein leichtes des Container herunterzuziehen.

Gobi Highlights from stahlroth on Vimeo.

Am nächsten Tag überrascht uns die Wüste mit Nebel und Regen. Über einen kleinen Fluß gelangen wir zum höchsten Punkt der Khongoryn Els. Ja, richtig gelesen, Fluß, wir wollten es kaum glauben. Swantje und Lew lassen es sich nicht nehmen, die Dünen zu besteigen, wir anderen widmen uns lieber dem Tee trinken und Warten auf besseres Wetter.

Wir verlassen die touristische Südseite um die Nacht auf der nicht erschlossenen Nordseite der Dünen zu verbringen. Der Dünengürtel kann an einer Stelle gut durchquert werden, etwas Luft ablassen und gerade bei vorherigem Regen ist alles kein Problem. Vorher fahren wir an einem Ovoo vorbei und ich sag noch, wäre jetzt schön mit allen drei LKWs um eine gute Reise zu bitten. Aber unsere Vorfahrer sind schon zu weit weg.

Vielleicht hätte es uns vor dem platten Reifen bei Swantje & Lew, dem Blattfederbruch bei Margriet & Bé und unserem Federbruch bewahrt?

Am Nachmittag zeigt sich dann die Gobi von ihrer schönen Seite, strahlender Sonnenschein begleitet uns bei der Wanderung durch die Dünen.

 

 

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