Gar nicht so einfach mit der Fähre nach Qeshm zu kommen, und das obwohl Qeshm zum Iran gehört. Da fahren wir einfach zum Ticket Schalter und wollen ein Ticket kaufen, aber weit gefehlt. Der Ticketverkäufer macht uns klar, daß wir vor dem Ticketkauf einige Dinge erledigen müssen und zeigt uns grob eine Richtung an, in die wir fahren sollen. Nach einigen Runden auf dem kleinen Hafengelände erbarmt sich ein anderer Mitarbeiter und begleitet uns zu einem Schalter, der nicht beschriftet ist. Hier werden erstmal Kopien unserer Pässe angefertigt. Dann muß ein Zettel mit allen Personen Informationen ausgefüllt werden und der internationale KfZ – Schein wird mit den Informationen zu Herrn Möglich benötigt. Dann geht es zum nächsten Büro. Hier werden Daten von uns und Herrn Möglich hin- und herübertragen, vom Papier in den Computer, in eine Kladde, zwischendurch fragt einer der drei Herren hinter dem Schalter immer mal wieder wo was steht, um endlich einen Ausdruck zu produzieren, der mit diversen Stempeln versehen wird. Damit wieder zum ersten Schalter, scheint hier wird nun der Preis festgelegt, da wir ein weiteres Papier bekommen, mit dem wir schlußendlich das Ticket erstehen können. Über eine Stunde Vorbereitung um dann zehn Minuten mit der Fähre zu fahren.

Qeshm - Paperwork

Einsame Strände, Mangrovenwälder und ein Geopark, der seines gleichen sucht und keine Erwähnung im Reiseführer findet, das ist Qeshm. Aus geplanten vier Tagen Aufenthalt wurde so fast eine Woche. Das insbesondere auch, weil wir von Annelie und Ali, die das Restaurant Shabhaye Talai direkt am Strand von Qeshm betreiben, ganz lieb aufgenommen wurden. Zwei Zimmer mit gemeinsamen Bad gehören ebenso zum Angebot von Shabhaye Talai. Der Stellplatz unweit vom Strand, jede Menge hilfreiche Informationen und die tollen Unterhaltungen mit den beiden, machten es uns besonders schwer Qeshm zu verlassen. Ganz zu schweigen von dem guten Essen im Restaurant.

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Bei unserer Rundtour über die Insel haben wir im Geopark und an den einsamen Stränden übernachtet, eine Bootstour zu der vorgelagerten Insel Hengam mit ein paar “verrückten” Iranern und etwas weniger verückten Deutschen hat uns zu Delphinen und einem wunderchönen Badestrand geführt. Auf Qeshm werden noch traditionelle Dhaus aus Holz gebaut und bei den Werften kann man direkt beim Bau zuschauen.

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Hormoz hätten wir ohne die Empfehlung von Annelie bestimmt nicht besucht, da im Reiseführer steht, außer dem alten portugiesischen Fort gibt es nichts zu entdecken. Also die Rundfahrt über die Insel mit einem gemieteten Tuk-Tuk auf Schotter- und Sandpisten, ist ganz sicher ein unvergessliches Erlebnis. Und die Farbenpracht im Rainbow Valley ist unvergleichlich.

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Nach mehr als elf Wochen verlassen wir mit mindestens einem weinenden Auge mit der Fähre von Bandar Abbas den Iran in Richtung Emirate. Der Ticketkauf für die Fähre war ein weiteres Erlebnis. Man stelle sich vor, man betritt ein Gebäude, die erste Frage ist „Mr. Zakeri“? Den kennen wir natürlich nicht, weil wir wollen zur Schiffahrtsgesellschaft. Nun gut das scheint ein und dasselbe zu sein. Mr. Zakeri kommt etwas später in sein Büro, nimmt nach einem kurzen “Hello” unsere Pässe und das Carnet und fängt an zu arbeiten. Wohin wir wohl geschickt werden? Nun es gibt wohl nicht soviel Auswahl in diesem Fährhafen.

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