Die letzten Tage in un um Salalah verbrachten wir an einsamen Traumstränden und mit einigen Vorbereitungen für die Durchquerung der Rub Al-Khali. Insbesondere unser Satellitentelefon, unsere Lebensrettung für den Notfall, musste geprüft und aufgeladen (mit Strom und Guthaben) werden. Natürlich erfuhr auch Herr Möglich einen Check-Up.

Bevor es in den großen Sandkasten geht, besuchen wir noch Ubar, das Atlantis der Wüste. Lange wurde danach gesucht und endlich in 1992 wurde Ubar von einem  englischen Forscher entdeckt. Dieser setzt Ubar mit Iram, einer im Koran erwähnten Säulenstadt gleich. Eine etwas unscheinbare Stätte und für Nicht-Archäologen eher uninteressant.

Die Rub al-Khali, die größte Sandwüste der Erde, liegt nur zu einem kleinen Teil im Oman, in den Vereinigten Emiraten und im Jemen. Der größte Teil gehört zu Saudi-Arabien und ist damit für Touristen nicht zugänglich. Mit Dünen der Superlative von bis zu 300 Meter Höhe ist sie fast mit einem deutschen Mittelgebirge gleichzusetzen. Da mußten wir einfach hin und Herr Möglich sollte seine erste echte Bewährungsprobe im Sand bestehen. Und dann sind die ersten 170 Kilometer beste Wellblechpisten, welch eine Überraschung.   Sogar Überholverbotsschilder sind vorhanden. Also trödeln wir am zweiten Tag nur zwei Stunden zwischen den Dünenbergen herum und verweilen und genießen die Landschaft. Ab dem dritten Tag wird dann alles anders. Die Piste ist zu Ende und die vorhandenen Spuren sind alle mindestens vom letzten Winter. Der Spaß kann beginnen. Immer wieder enden Dünentäler vor kleineren Dünen, die zu queren sind. Diese wandern wir immer erstmal per Pedes ab um sicherzugehen, daß auf der anderen Seite wieder ein Tal auf uns wartet. Manchmal ganz schön mühsam und es erfordert mehrere Versuche in das nächste größere Tal zu kommen. So kommen wir nun doch wesentlich langsamer voran, es dauert weitere zwei Tage um die nächsten 120 km bis zu einer Straße zu überwinden. Ein Abenteuer, daß wir nicht mehr missen möchten und falls es ein nächstes Mal im Oman gibt, werden wir einige Tage länger bleiben.

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Durch die leere Mitte des Oman fahren wir weiter in den nächsten Sandkasten, die Wahiba Sands. Wir nähern uns von Westen einer Piste, die uns von Omanis empfohlen wurde. Es gibt zwar eine Alternative, aber diese wäre mit unserem Unimog nicht fahrbar. Was uns erwartet ist eine „Sandautobahn“, für die wir kaum Luft ablassen müssen und Allrad braucht Herr Möglich auch kaum. Nach der Rub al Khali war Wahiba Sands dann eher langweilig. Jedoch wartet eine Überraschung in der Gegend um die Wüstencamps auf uns. Ein Wettbewerb im sogenannten Dune Bashing. Da rasen Allradler mit hoher Geschwindigkeit auf die Dünen und wer am schnellsten oben ist gewinnt. Ökologisch eher bedenklich, aber ich kann einer Einladung mitzufahren trotzdem nicht widerstehen. Und ich muss sagen: es hat dieses eine Mal Spaß gemacht. Das die Menschen im Oman und den Emiraten daraus einen Sport gemacht haben erschließt sich mir jedoch nicht.

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