Bei dem Namen Shiraz fällt vielen Weinkennern zunächst eine Weinsorte ein. Da mußte doch etwas Recherche sein. Es gibt Vermutungen, daß die Traube aus der iranischen Stadt Shiraz stammt. Leider konnten diese nicht bestätigt werden. Schade, hatte ich mir doch überlegt, zu schreiben “Shiraz ist die Stadt, in der aus der berühmten Rebsorte nur noch Saft gepresst werden darf”. Shiraz darf selbstverständlich nicht alleine auf seine Trauben reduziert werden, gibt es hier und in der Umgebung, ähnlich wie Isfahan, einiges zu entdecken.

Wir entdecken, aber auch ganz andere Dinge. Zu Beispiel, daß die Astabweiser des Herrn Möglich sehr gut als Halter für unsere Wäscheleine dienen können. Oder 25 französische Offroader vor einem Hotel in Teheran, die eine geführte Tour durch den Iran unternehmen. Sieben Wochen dauert der Trip insgesamt. Und in Persepolis kam der Clou. Wir sind beide bei verschiedenen administrativen Tätigkeiten, ganz dem Geschlechterbild entsprechend. Ich wasche die Wäsche, Norbert kümmert sich um den Herrn Möglich. Wie üblich kommen Iraner vorbei unterhalten sich mit uns, wollen sogar beim Wäsche waschen helfen. Ich höre Norbert schon eine Weile palavern, dann ruft er „Komm bitte, mach ein Foto“. Ich antworte etwas unwirsch, ich hätte gerade keine Zeit. Aber er meint, ich müßte unbedingt ein Foto machen. Ich gehe um die Ecke und werde aufgeklärt, daß der Weltmeister im Bodybuilding (2012 – 2015) mit Norbert vor Herrn Möglich posen möchte. Ein Bild für die Götter. Norbert im „Schaff-Shirt“ und der iranische Bodybuilder Mahmoud. Später sehen wir, daß Mahmoud ein Foto von sich vor unserem Unimog auf Instagram gepostet hat und Herr Möglich (oder Mahmoud?) erhielt fast 4000 „Likes“.

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In der Umgebung von Shiraz erhebt sich das Zagros Gebirge auf über 4000 Meter und bringt für uns einmal mehr eine Abkühlung. Es wird jetzt im späten September so kalt, daß die Nomaden ihre Lager abbauen, ganz neumodern mit LKW’s und die Bäume anfangen sich zu verfärben.

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Das Highlight ist jedoch Persepolis, gegründet 520 v. Chr. Persepolis war eine der Hauptstädte des antiken Persiens. Leider wurde sie bereits 330 v. Chr. von Alexander dem Großen zerstört und nur teilweise wieder aufgebaut. Faszinierend sind hier im Vergleich zu römischen Altertümern, die filigranen Steinmetzarbeiten.

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Etwas Neues für mich war das Tragen eines Chador (Tschador). Im Iran muß jede Frau in der Öffentlichkeit ein Kopftuch, genannt Hijab (Hidschab) tragen. Bestimmte religiöse Stätten dürfen nur mit weiterer Verhüllung betreten werden und das ist im allgemeinen ein Chador. Ein Chador ist ein großes Tuch, daß über Kopf und Körper drapiert wird. Ich sah darin nicht wirklich elegant aus. Manche iranische Frauen tragen dieses Bekleidungsstück auch in der Öffentlichkeit, aber bei weitem nicht so viele wie man sich in Europa ausmalt. Wenn frau nun solch einen Chador braucht, wird dieser ganz umsonst am Eingang des Shah-Cheragh Mausoleums verliehen. Was wir sonst noch sahen erzählen die Fotos.

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